Lexikon - Datei Grafik Druck Papier - online $pfeil Begriff Tiefdruck-Verfahren " /> Lexikon - Datei Grafik Druck Papier - Begriff Tiefdruck-Verfahren

emaildruck Plotservice - wir plotten für Sie schnell, günstig, einfach sicher digital - ob CAD-Plan oder Poster testen Sie unseren Plotservice kostenlos.

Support Mo-Fr 8-18h
0341 - 996 80 20

Angebote und Informationen - aktuell
Lexikon/Glossar - themenverwandte Begriffe und Definitionen.
 
Lexikon
Auf den folgenden Seiten finden Sie jeweils eine Begriffserklärung und Definition zu den Themen Bildbearbeitung, Druckvorbereitung, Reproduktion, digitale Druckverfahren, Farben, Werbung sowie Datei- und Datenhandling.
 
Begriff und Definition: Tiefdruckverfahren
 
Übersicht A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z @
Tiefdruckverfahren


Tiefdruck ist ein Sammelbegriff für Druckverfahren, bei denen linien-, punkt- oder flächenartige Vertiefungen auf einer blanken Metallfläche mit Druckfarbe gefüllt und ein aufgepresstes, in die Vertiefungen gezwungenes Papier diese Druckfarbe aufnimmt.


Inhaltsverzeichnis

1 Der Tiefdruck in der Kunst

1.1 Merkmale der Tiefdrucktechnik

1.2 Die grafischen Verfahren des Tiefdrucks

1.3 Der Kupferstich als Vorbild des Tiefdrucks

2 Tiefdruck für großvolumige Druckauflagen

3 Literatur





Der Tiefdruck in der Kunst

Als künstlerisches Medium erlaubt der Tiefdruck dem Künstler große Souveränität, in dem sich sein Einfallsreichtum ungehindert verwirklichen kann. Insbesondere die Radierung ist seit Rembrandt immer wieder ein bevorzugtes Arbeitsgebiet bildender Künstler gewesen.


Merkmale der Tiefdrucktechnik

Alle Grafiken, die mittels einer der Tiefdrucktechnik erstellt sind, haben als Erkennungszeichen einen durch den Druck in das feuchte Papier entstandenen Plattenrand (Facette), der sich in das Papier einprägt und auch auf der Rückseite des bedruckten Papiers eine Erhöhung bewirkt. Ein weiteres Merkmal ist, dass die verschiedenen Abzüge einer Platte geringe Maßdifferenzen aufweisen: Die fertigen Drucke sind feucht und müssen getrocknet werden, der Bogen zieht sich dabei zusammen. Je nach Qualität kann die ungleichmäßig verlaufende Schrumpfung zwischen 1 bis 2 Prozent liegen.


Die grafischen Verfahren des Tiefdrucks

Innerhalb der Grafik werden nach Koschatzky zwei große Gruppen unterschieden:

Die manuellen Stichverfahren: der Kupferstich, die Schabtechnik und die Kaltnadelradierung

die Ätzverfahren: die Radierung und die Aquatinta

Der Kupferstich als Vorbild des Tiefdrucks

Das Vorbild des Tiefdrucks ist der Kupferstich. Die druckenden Teile sind vertieft.

In den Kupferzylinder wird das Druckbild mit einem Stichel, einer Nadel, einem Laser oder einem Roulette geprägt. Diese Vertiefungen heißen Näpfchen. Sie sind unterschiedlich tief, dadurch kann unterschiedlich viel Farbe aufgenommen werden. Je größer die Näpfchen, desto mehr Farbe wird angenommen. Der Kupferzylinder rollt durch die dünnflüssige Druckfarbe und ein Rakelmesser streicht die überschüssige Farbe ab. Das Rakelmesser ist ein dünnes Stahllineal.


Tiefdruck für großvolumige Druckauflagen

Das Tiefdruckverfahren wird heute für großvolumige Druckaufträge ab 100000 Exemplaren verwendet. Damit werden Wochenzeitschriften, wie z.B. Stern oder Spiegel, TV-Zeitschriften oder auch Kataloge (Otto, Quelle, IKEA,...) hergestellt. Ein anderes großes Marktsegment ist der Verpackungsdruck (z.B. Tetra-Pack oder Folien). Desweiteren gibt es den Dekordruck, Textildruck und Wertpapierdruck.

Bis 1962 wurden die Druckformen durch einen Ätzprozess hergestellt. 1962 stellte Dr. Hell auf der drupa den ersten HelioKlischographen, den K190 vor. Diese Maschine revolutionierte die Druckformherstellung, denn erstmalig konnte eine Form mit einer genau definierten Qualität hergestellt werden und das ohne einen chemischen Prozess. Wenige Jahre später wurde eine Weiterentwicklung, der K193 vorgestellt. Diese Maschine arbeitete mit bis zu acht Graviersystemen bei einer Gravurfrequenz von 4000 Hz (also 4000 Näpfchen pro Sekunde). Die modernste derzeit verfügbare Graviermaschine ist der K6 der Fa. Hell Gravure. Hier arbeiten bis zu 18 HelioSprint-Graviersysteme mit einer Gravurfrequenz von 7500 Hz in einem vollkommen automatischen Prozess. Damit lässt sich eine Tiefdruckform für 108 DIN A4 Seiten in weniger als einer halben Stunde erzeugen.


Literatur

Walter Koschatzky; Die Kunst der Graphik, München 1977

Lothar Lang; Der Graphiksammler, Berlin 1979

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Tiefdruckverfahren auf der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU Lizenz für freie Dokumentation. Die Liste der letzten Version und der Autoren ist auf der Seite verfügbar, die jeweilige Definition bzw. Begriffserklärung kann dort von Ihnen bearbeitet werden.
Weitere Begriffe sowie Online-Tutorials, ein News-Archiv sowie Tests zu Hardware und Software finden Sie im Druck-Lexikon.
 
zurück | nach oben